Wildhut

Unsere Wildhüter Bezirk VI – Surses

Armando Janett
Sot Spondas 16
7460 Savognin

079 444 87 02
armando.janett@ajf.gr.ch


Rinaldo Gruber
Caltgera 1
7456 Sur

079 701 34 80
rinaldo.gruber@ajf.gr.ch


Gian Andri Dosch
Stradung 8
7452 Cunter

079 422 49 29
gianandri.dosch@ajf.gr.ch


Wildkrankheiten


Traditionsberuf mit modernen Aufgaben der Wildhüter

Die Bundesgesetze über die Jagd von 1875, 1904 und 1925 hatten zum Ziel, die stark bedrohten, Bestände von Wild zu heben oder die­se Arten, wieder einzubürgern. Um dies zu erreichen, wurden strenge Schutzbestimmungen erlassen und Wildhüter oder Jagdaufseher ein­gesetzt.

Wildhüter ist ein traditionsreicher Beruf mit modernen Aufgaben. Die Aufga­ben es Wildhüters waren auf die Überwa­chung dieser Banngebiete und den Jagdbe­trieb ausgerichtet. Das Wild sollte vor frevle­rischen Uebergriffen geschützt und die Ent­wicklungen der Bestände verfolgt werden. Mit Genugtuung kann heute festgestellt werden, dass das Hauptziel, die Hebung der Schalen­wildbestände, erreicht ja sogar übertroffen wurde. Nicht nur die gesetzlichen Bestim­mungen und die Beschränkung der Jagd ha­ben zu diesem Erfolg beigetragen. Ebenso wichtig war das grosse Engagement der Wildhüter für ihre Banngebiete und für ihr Wild, da sie vor keinen noch so grossen Stra­pazen und Entbehrungen zurückschreckten, wenn es um das Wohl des Wildes ging. Bei der Durchsetzung der Jagdvorschriften mussten sie sich oft auch harten Auseinan­dersetzungen stellen. Aber auch bei der Wie­deransiedlung des Steinwildes, mit dessen Hege und Wieder-einfang und mit den Neu­gründungen von Kolonien über den ganzen Alpenraum, haben diese Wildhüter anerken­nungswürdige und grosse Leistungen er­bracht.

Vom Jagdpolizisten zum Ökologen

Jagdgesetze setzten neue Akzente: Mit der Einführung der Jagdplanung hat sich die Ar­beit des Wildhüters grundlegend erneuert. Um den gestellten Anforderungen gerecht zu werden, muss der Wildhüter bei der tägli­chen Arbeit viele verschieden Fachbereiche beherrschen: Umgang mit Menschen, Öf­fentlichkeitsarbeit, Jagdpolizei, Schweiss­hundewesen spezielle wildbiologische Kenntnisse des Schalenwildes, aber auch der anderen jagdbaren und geschützten Ar­ten oder das Erkennen von Wildkrankheiten seien als Beispiele, erwähnt. Ebenso grosse Bedeutung hat heute die Auseinanderset­zung mit den Wildlebensräumen, dem Na­turschutz und der Hege, wobei die  Biotophege im Vordergrund steht. Für die Biotophe­ge sind Kenntnisse über die naturrätumli­chen Voraussetzungen und Konflikte in den einzelnen Lebensraumtypen notwendig. Nach wie vor muss sich der Wildhüter aber auch mit Wildschäden auseinander setzen. Wildschäden in Siedlungsgebieten, an land­wirtschaftlichen Kulturen, an Nutztieren und im Wald stellen an den Wildhüter gros­se Anforderungen und werden oft sehr emo­tional diskutiert.

Ansprechpartner zwischen Mensch und Wild

 Für die Jagdplanung erarbeitet der Wildhüter zusammen mit seinen Jagdaufsehern die Grundlagen zur Beschreibung des Ist-Zu­standes. Mit dem Einfangen und dem Mar­kieren von Wildtieren werden die Wande- rungen bekannt, so dass die Wildpopulationen abgegrenzt werden können. Weitere un­entbehrliche Grundlagen bilden die mit ver­schiedenen Techniken durchgeführten Be­standesaufnahmen sowie die Untersuchung der Jagdbeute und des Fallwildes. Auch in Zukunft wird der Wildhüter ein kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen zwischen Mensch, Wild und Wildlebensräumen sein.


Wenn wir die Wälder verlieren, verlieren wir unseren einzigen Lehrer.

Bill Mollison